Mobilität

Unsere Leistungen:
  • Erstellung von Mobilitätskonzepten, insbesondere von Radverkehrskonzepte
  • Planung von Radverkehrsanlagen (z.B. Schutzstreifen) im innerörtlichen bzw.
    innerstädtischen Bereich
  • Beschilderungsplanung (gemäß HBR 2014)
Ihr Ansprechpartner ist Axel Brechenser  
Telefon:  06742 8780 – 20
Mail:        Axel.Brechenser@stadt-land-plus.de


Nachfolgend finden Sie einige ausgewählte Referenzen aus unserem Tätigkeitsfeld Mobilität


Beschilderungsplanung des réseau national de pistes cyclables in Luxemburg

Im Auftrag des Ministère de la Mobilité et des Travaux publics du Luxembourg arbeitet Stadt-Land-Plus an der Einführung einer flächendeckenden, einheitlichen Beschilderung für einen Großteil des 767 km umfassenden nationalen Radwegnetzes.

Im Rahmen der Standortplanung haben wir im Sommer 2021 Strecken mit einer Gesamtlänge von 356 km, innerhalb einer Fläche von 1571 km² im Norden des Großherzogtums, mit dem Fahrrad befahren. Vor Ort wurde jeder einzelne Standort und jedes Schild für die zukünftig flächendeckende Fahrrad-Wegweisung geplant. Daraus ist eine ausführliche Dokumentation der Handlungsbedarfe sowie der vorhandenen Beschilderung entstanden.

In einer weiteren Phase erfolgt die Nachbearbeitung der Daten, die vor Ort erhoben wurden. Die Daten werden mit QGIS aufbereitet. Anders als in Rheinland-Pfalz gibt es in Luxemburg kein vorgegebenes Programm für die Beschilderungsplanung. Wir haben daher eigene Werkzeuge in QGIS erstellt, um damit die Beschilderungsplanung mit hoher Qualität umsetzen zu können.

Als Ergebnis werden Planungskataster für jeden Standort erstellt. Weitere Schritte bestehen in:

  • Aufbau der Zielspinne mit Hauptzielen, Unterzielen und Nebenzielen
  • Massenermittlung, Ausschreibung / Bestellung Material und Montage-, bzw. Demontageeinweisung
  • Controlling und Bauabnahme jedes einzelnen Standortes mit Überprüfung auf Ausführung der entsprechenden Montagevorgaben

Es ist geplant bereits 2022 weite Teile des nationalen Radwegenetzes mit neuen Wegweisern auszuschildern. Die Radwege sind bereits größtenteils fertiggestellt und weisen einen sehr hohen Qualitätsstandard auf. Auch viele Details, wie die Querung klassifizierter Straßen, wurden in Luxemburg vorbildlich gelöst und sind eine Reise wert.


Radverkehrskonzept für die Verbandsgemeinde Linz am Rhein

Die Verbandsgemeinde erstreckt sich ausgehend von den Ortslagen entlang der Rheinschiene bis hoch zu den „Höhengemeinden“ auf mehr als 300m ü. NHN. Trotz der anspruchsvollen topographischen Ausgangslage hat sich die Verbandsgemeinde dazu entschlossen, den Alltagsradverkehr nachhaltig und konsequent auszubauen.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Ausgestaltung des Rheinradwegs, als wichtiger europäischer Fernradweg, sowie auf der Anbindung der Höhengemeinden an die Rheinschiene.

Eine ausführliche planerische Analyse sowie eine umfangreiche Befahrung und Dokumentation bildeten die Grundlage zur kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmenformulierung. Der Maßnahmenkatalog umfasst dabei geringfügig investive Maßnahmen, als auch Planungen zum Ausbau von Forst- und Wirtschaftswegen, Lückenschlüssen, wie auch den Neubau ganzer Verbindungen. Das Konzept bietet somit eine langfristige strategische Grundlage für den Ausbau der Radinfrastruktur in der Verbandsgemeinde und wurde einstimmig durch den Verbandsgemeinderat beschlossen. Dabei wurde die Verantwortung für die Wegebaumaßnahmen von den Ortsgemeinden auf die Verbandsgemeinde übertragen und ein Budget für die Radverkehrsförderung in den Haushalt eingestellt. Parallel dazu wurden Gespräche mit dem LBM geführt, zum Bau alltagstauglicher Radwegeverbindungen entlang klassifizierter Straßen. Daraus resultierte, dass der Neubau einzelner Lückenschlüsse in die zukünftige Landesplanung mitaufgenommen wurde.

Im Anschluss an die Konzeptfertigstellung, wurden im ersten Schritt, kurzfristige Maßnahmen zum Ausbau der HBR-Beschilderung, wie auch zur Verbesserung des Rheinradweges umgesetzt.


Radwegekonzepte Westerwald

Im Westerwaldkreis wurden einige touristische Radrouten konzipiert, geplant und umgesetzt. Bereits seit Sommer 2020 sind der Radrundweg Seenplatte (20,4 km) rund um die Seen bei Dreifelden sowie die AHRound-Tour (14,0 km) durch zahlreiche Dörfer bei Hahn am See beschildert worden. Neu hinzu gekommen ist nun die Köppel-Route (26,4 km) rund um den Köppel zwischen Montabaur und Höhr-Grenzhausen (Fertigstellung Frühjahr 2021).

Der Maifeld-Radwanderweg

Auf den Trassen der stillgelegten Eisenbahn zwischen Ochtendung und Bassenheim wurde der Maifeld-Radwanderweg im Jahr 2019 baulich fortgesetzt und von Stadt-Land-plus die Planung der Wegweisung durchgeführt. Ab Bassenheim wurde außerdem die weitere Anbindung an die Stadt Koblenz konzipiert, geplant und umgesetzt.

Genauere Informationen und Übersicht der Route finden Sie hier:

  • Impression der AHRound-Tour 2

Verkehrs- und Parkraumkonzept Altstadt Linz am Rhein

Die Altstadt von Linz am Rhein ist ein stark frequentiertes touristisches Ziel, gleichzeitig aber auch Standort für den Einzelhandel und Wohnstandort. Daher kommt es regelmäßig zu Nutzungskonflikten zwischen motorisiertem Verkehr sowie Fußgänger- und Radverkehr. Die engen Straßenquerschnitte und die dichte Baustruktur führen zudem zu einem mutmaßlichen Defizit an wohnortnahen Stellplätzen. Im Rahmen des Verkehrs- und Parkraumkonzepts wurden Vorschläge für eine neue Verkehrsführung entwickelt und technische Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Fußgängerzone autofrei gehalten werden kann. Zudem wurde Parkraumbedarf und –Angebot abgeglichen und Maßnahmen für eine Verbesserung des ruhenden Verkehrs konzipiert.



Planung für die Markierung von Schutzstreifen in der Stadt Wissen (2018-2019)

Durch die Ortsumgehung und die damit einhergehende Abstufung der ehemaligen B 62 in Wissen (Koblenzer Straße, Im Kreuztal, Rathausstraße) erschienen die Straßenbreiten in Bezug auf die neuen Anforderungen überdimensioniert. In Folge dessen entschied sich die Stadt Wissen dazu, den Straßenraum neu aufzuteilen und zukunftsfähig auszurichten. Durch die Einrichtung eines beidseitigen Schutzstreifens sowohl auf der ehemaligen B 62 als auch in der Blähausstraße soll der Radverkehr gefördert und ein Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr geleistet werden. Unser Team von Stadt-Land-plus überprüfte die Umsetzbarkeit und nahm daraufhin die Planung der Schutzstreifen mit einem besonderen Fokus auf den Knotenpunkten.




Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr „Ein Werkzeugkasten für den Rhein-Radweg im Mittelrheintal“ Neukonzeption des Rhein-Radwegs im Bereich Rhens, Brey und Spay (seit 2017)

Der Rhein-Radweg ist ein Fernradweg, der national, aber auch international von Bedeutung ist. Diese Bedeutung kann man ihm im Bereich der drei Gemeinden Rhens, Brey und Spay nicht immer ansehen. Die Wegeführung ist ein Provisorium über bestehende, schlecht ausgebaute Wege. Der Leinpfad ist drei Meter breit und es kommt an vielen Stellen zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Um sich für die BUGA 2031 zu rüsten und ihren Bürgern eine nachhaltige Mobilität zu ermöglichen, wollen die Gemeinden den Weg daher ausbauen, verbreitern und vom Fußgängerverkehr trennen. Diese Überlegungen reifen seit vielen Jahren. Eine Lösung ist nun greifbar, da es ein attraktives Förderprogramm des Bundesumweltministeriums gibt „Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“, über das bis zu 70 % der Investitionskosten gefördert werden können.
Die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel hat bei besagtem Bundeswettbewerb teilgenommen. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Projekte zu fördern, die einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten und bundesweit von Bedeutung sind.
Das Projekt „Werkzeugkasten für den Rhein-Radweg im Mittelrheintal“ wurde ausgewählt, der Förderantrag wurde eingereicht und bewilligt.




Beschilderungsplanung (gemäß HBR 2014)

Wir verfügen über die Planungs-Software VP-Info und somit über den Zugang zur landesweiten Fahrraddatenbank Rheinland-Pfalz.

Gemäß der Vorgaben der HBR 2014 darf die wegweisende Beschilderung erst geplant werden, wenn eine radgeeignete Streckenführung gefunden und mit den Baulastträgern abgestimmt ist. Die Zusammenfassung (Kurzbericht) der Dokumentations- oder Erstbefahrung enthält Hinweise zum Zustand der Wege, zu Konflikten mit der StVO-Beschilderung und Empfehlungen für radgeeignete Führungsformen insbesondere in Bezug auf die Verkehrssicherheit.

Zur Bewertung der bestehenden und zu ergänzenden Radwege werden Be­standsaufnahmen vor Ort durchgeführt und der Handlungsbedarf für das Rad­verkehrsnetz aufgezeigt. Die Bestandsaufnahme muss durch Befahrung mit dem Fahrrad durchgeführt werden. Je nach Umsetzungsstand führen wir eine qualifizierte Routenfindung (QuaRf) oder eine Dokumentationsbefahrung durch.

  • Ausarbeitung der neuen Zielbelegung aufgrund erweiterter Netzbedeu­tung
  • Vorbereitung von und Teilnahme an Ortsterminen und Besprechungen mit der Kreisverwaltung, den Verbandsgemeinden und den regionalen Dienststellen des Landesbetrieb Mobilität
  • Planung und Beschilderung mit Katastererstellung für jeden Standort unter Verwendung der Planungssoftware VP-Info, Klärung von Gestattungsfragen
  • Abstimmung mit den Beteiligten über diese Planung
  • Erstellung eines Leistungsverzeichnisses für Ausschreibung / Bestellung Material und der Montage
  • Einweisung der Montagefirma zur Montage
  • Bauabnahme jedes einzelnen Standortes mit dem Fahrrad und genaue Überprüfung auf Ausführung entsprechend den Montagevorgaben der HBR 2014 und den übergebenen Einzelausführungen sowie Über­tragung der Streckeninhalte an die Landesdatenbank