Stadtentwicklung

Nachfolgend finden Sie einige ausgewählte Referenzen aus unserem Tätigkeitsfeld Stadtentwicklung


Städtebauliche Erneuerung „Innenstadt“ Stadt Bad Marienberg (seit 2012)

Die Stadt Bad Marienberg wurde Ende des Jahres 2012 auf Basis der von Stadt-Land-plus erarbeiteten Bewerbung mit dem Programmgebiet „Innenstadt“ in das Programm der Städtebaulichen Erneuerung „Ländliche Zentren“ aufgenommen. Das Programmge­biet „Innenstadt“ stellt sich in Bezug auf die Baustruktur sehr heterogen dar. Während der Straßenbereich der Haupteinkaufsstraße attraktiv gestaltet wurde, gibt es bei den Gebäuden mitunter erhebliche Defizite. Die langfristige Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge und der zentralörtlichen Funktion der Stadt als Grundzentrum unter Einbindung und Berücksichtigung der Nachbarkommunen steht dabei im Fokus zukünfti­ger Entwicklungen. Es gilt, die Kurstadt Bad Marienberg hinsichtlich ihres Images, ihrer Funktion und Gestaltung langfristig zu sichern.

Das Projekt steht nach der Erarbeitung einer abgestimmten Entwicklungsstrategie für Stadt und Umland sowie mit der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kurz vor dem Abschluss (Stand Mai 2014).

  


Städtebauliche Erneuerung in der Stadt Ransbach-Baumbach, Förderprogramm
„Ländliche Zentren“ für das Programmgebiet „Alt Ransbach“, 2012

Die Stadt Ransbach-Baumbach plant die Städtebauliche Erneuerung des Stadtbereiches „Alt-Ransbach“. Dadurch sollen städtebauliche Missstände im alten Stadtkern beseitigt und der prosperierenden Entwicklung der Gesamtstadt Rechnung getragen werden. Nach dem Abschluss des bisherigen Sanierungsverfahrens in der Stadt Ransbach-Baum-
bach liegt der Fokus der weiteren städtebaulichen Erneuerung im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung „Alt-Ransbach“. Innerhalb dieses Bereiches bestehen mehrere Problemlagen, denen städtebaulich zu begegnen ist. Das Gebiet ist durch eine Mischung unterschiedlichster Nutzungen und Bauweisen gekennzeichnet. Der Bereich um die Bahnflächen kann zukünftig ein wichtiges Element in der Quartiersentwicklung darstellen.

Im Untersuchungsgebiet ist zunehmender Leerstand bei Gewerbe, Einzelhandel und Wohnflächen zu verzeichnen, wodurch auch teilweise die vorhandenen baulichen Mängel begründet sind. In diesem Zusammenhang sind Ideen hinsichtlich des Umgangs mit den vorhandenen Leerständen zu entwickeln und Investitionen zur Anpassung der Infrastruktur vorzubereiten.

Ziel ist es, die teilweise stark vernachlässigte und leer stehende Bausubstanz zu revitalisieren, um das äußere Erscheinungsbild des Quartiers insgesamt zu verbessern und aufzuwerten. Die langfristige Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge und der zentralörtlichen Funktion der Stadt als Grundzentrum unter Einbindung und Berücksichtigung der Nachbarkommunen steht dabei im Fokus zukünftiger Entwicklungen. Die Aufnahme der Stadt Ransbach-Baumbach in das Programm der städtebaulichen Erneuerung „Ländliche Zentren“ bildet nach Auslaufen der Sanierung die notwendige Voraussetzung für strukturelle, funktionale und vor allem für gebäude- und flächenbezogene Verbesserung


Dialogorientierter Erneuerungs- und Kommunikationsprozess im Rahmen der Städtebaulichen Erneuerung in der Stadt Andernach, Förderprogramm „Historische Stadtbereiche“ in der Westlichen Andernacher Altstadt, 2010-2012

Die Stadt Andernach wurde mit dem Stadtteil „Westliche Altstadt“ als Startergemeinde in das neue Städtebauförderungsprogramm „Historische Stadtbereiche“ aufgenommen. Damit werden städtebauliche Maßnahmen in innerstädtischen Gebieten unterstützt, um insbesondere historische Stadtbereiche mit denkmalwerter Bausubstanz zu sichern und  zu erhalten. Eine wichtige Komponente des Förderprogramms bilden vor allem private Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen. Nach dem Abschluss des bisherigen Sanierungsverfahrens in der Stadt Andernach liegt der Fokus der weiteren städtebaulichen Erneuerung auf dem bislang nicht berücksichtigten Bereich der „Westlichen Andernacher Altstadt“. Die Altstadt ist geprägt durch eine teils herausragende und repräsentative alte Bausubstanz mit besonderem baukulturellen Charakter. Zahlreiche vorhandene Bauwerke weisen aufgrund ihrer Historie oder aktuellen Nutzung eine teilweise weit über die Stadtgrenze hinausreichende städtebauliche sowie funktionale Bedeutung auf. Besonders zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass sich im Programmgebiet das Sozialgefüge im Vergleich zur Gesamtstadt teilweise problematisch darstellt. Die sozial-ökonomische Schwäche des Quartiers begründet oft auch die vorhandenen baulichen Mängel. Die Motivation der Eigentümer zur Eigeninitiative ist hier eine besondere Herausforderung.

In einem ersten Schritt werden im Auftrag der Stadt Andernach qualifizierte Vorbereitungen und Untersuchungen durchgeführt und ein umfassendes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet. Es wurde ein dialogorientierter Erneuerungs- und Kommunikationsprozess initiiert, damit gemeinsam mit den Eigentümern und Bewohnern innerhalb des Programmgebietes einzelne  öffentliche und private Maßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist es, den historischen Stadtkern aufzuwerten, Identität zu schaffen und die denkmalwerte Bausubstanz langfristig zu erhalten. Im Rahmen des Kommunikationsprozesses werden eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und durchgeführt: Expertengespräche, Arbeitskreise, Workshops, Exkursionen, Fachvorträge, Eigentümerversammlungen.


Städtebauliches Entwicklungskonzept in der Stadt Emmelshausen, Förderprogramm
„Stadtumbau West“ für das Gebiet „Östlicher Stadtkern“, 2009

Die junge Stadt Emmelshausen betreibt seit geraumer Zeit eine Neuorientierung ihrer städtebaulichen Entwicklung. Insbesondere mit der Neugestaltung der „Lebensader“ Rhein-Mosel-Straße und der Umfeldgestaltung des Bahnhofs wurden wichtige Impulse für ein lebendiges Grundzentrum gesetzt. Das Handlungsfeld „Innenentwicklung“ wird für die Zukunftsperspektiven von Handel, Dienstleistung, Kultur, Tourismus, Wellness und Wohnen in Emmelshausen, vor allem in qualitativer Hinsicht zunehmend wichtiger. Im östlichen Stadtkern bestehen vernachlässigte Areale mit städtebaulichen Missständen und teilweise erheblichen Struktur- und Funktionsmängeln – der Bereich „Mitte“ mit hohem Lagepotenzial präsentiert sich mit der „Rückseite“ zur Stadteinfahrt Hunsrückhöhenstraße und vermittelt „Hinterhof-Atmosphäre“.

Stadt-Land-plus erarbeitete im Auftrag der Stadt Emmelshausen unter Begleitung einer Steuerungsgruppe das Stadtentwicklungskonzept für dieses Gebiet. Die Beteiligung und enge Abstimmung mit den Grundstückseigentümern und sonstigen Betroffenen waren Voraussetzung für die Festlegung von Zielen sowie für die erfolgreiche Erarbeitung und zielgerichtete Umsetzung von geeigneten Stadtumbaumaßnahmen (Rückbau von Gleisanlagen, Abbruch von ungenutzten Gebäuden, Freilegung von Flächen oder Wiedernutzbarmachen brachgefallener Flächen bzw. Anlagen).

Die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West schafft die Voraussetzung und gleichzeitig die Chance, das Quartier städtebaulich aufzuwerten und die gesamte Innenstadt zu stärken. Die Stadt erhält damit auch die Möglichkeit, wichtige Entwicklungsmaßnahmen in dem ca. 3,2 ha großen Gebiet zu finanzieren, die eine städtebauliche Qualitätsverbesserung, die Wertsteigerung von Immobilien und die Stärkung der Wirtschaftskraft im Handelszentrum nach sich ziehen.


Städtebauliche Erneuerung in der Kernstadt St. Goar ( Fortschreibung der vorbereitenden Untersuchungen und des städtebaulichen Rahmenplans, Wettbewerbsmanagement für den Wettbewerb „Modellstadt St. Goar“), seit 2006, Wettbewerb 2009

Das von Stadt-Land-plus erarbeitete Sanierungskonzept (Rahmenplan) von 1998 bedarf – aufgrund der veränderten lokalen und allgemeinen Rahmenbedingungen (wirtschaftliche und demografische Entwicklung) – einer umfassenden, auf aktuelle Entwicklungen eingehenden Überarbeitung. Vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklung und Positionierung  innerhalb des Welterbegebiets „Oberes Mittelrheintal“ beschloss der Stadtrat der Stadt St. Goar im Frühjahr 2006, den Rahmenplan der Kernstadt St. Goar fortzuschreiben. Das Hauptaugenmerk der weiteren Sanierung in St. Goar liegt auf der Erhaltung, sinnvollen Nutzung und Modernisierung der bestehenden Bausubstanz, aber auch auf einer zeitgemäßen baulichen Weiterentwicklung und Ergänzung, insbesondere im privaten Bereich. In diesem Zusammenhang hat die Stad St. Goar im Verlauf der Planungen zur Fortschreibung des Rahmenplans eine Richtlinie zur Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an privaten Gebäuden innerhalb des Sanierungsgebiets „Kernstadt St. Goar“ erlassen.

Im Rahmen der Initiative Baukultur im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal wurde ein Wettbewerb mit Ideen- und Realisierungsteil ausgelobt. Vor dem Hintergrund einer zeitgemäßen, welterbeverträglichen Gestaltung soll das Vorhaben eine Vorbildfunktion für das gesamte Mittelrheintal übernehmen. Der Entwicklung von Zukunftsideen liegt somit die Leitthese der „Modellstadt St. Goar“ zu Grunde. Der Wettbewerb dient auch der Überprüfung von bisher entwickelten Planungskonzepten verschiedener Maßnahmenträger.
Die anstehenden Einzelmaßnahmen in der Stadt St. Goar sollen in einer ganzheitlichen, städtebaulichen Gesamtlösung vereinigt werden, die der Auszeichnung als UNESCO Welterbe Rechnung trägt. Stadt-Land-plus betreute im Auftrag der St. Goar und in enger Zusammenarbeit mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord die Durchführung des Ideen- und Realisierungswettbewerbs „Modellstadt St. Goar im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal – Neugestaltung des Rheinvorlandes, der Ortsdurchfahrt und städtischer Plätze“.


Sohren und Büchenbeuren: Städtebauliche Sanierung im Rahmen der städtebaulichen Erneuerung zur Konversion in den Ortskernen, 1994-2002

Das Ziel der Sanierung lag bzw. liegt in darin, funktionale Mängel und städtebauliche Missstände – ausgelöst durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte und den massiven Zuzug von Aussiedlern -vor allem im öffentlichen Raum zu erfassen und aufzuheben um somit Initialzündungen für private Veränderungen und Investitionen zu schaffen.

Zu den realisierten Projekten im Rahmen der städtebaulichen Sanierung zählen u. a. der Bau eines Kommunikationszentrums zur Verbesserung der Integration der jugendlichen Aussiedler (1996), die Neugestaltung der Schloßstraße (1998) und die Neugestaltung des Kirchvorplatzes (2000).