Aktuell

01.03.2018: Bürgerversammlung zur „Neuen Mitte“ in der Ortsgemeinde Pottum

Nach gut zwei Jahren Entwicklung und Planung soll 2018 mit dem Bau einer neuen Kirche in der Ortsgemeinde Pottum begonnen werden. Doch dabei entsteht weit mehr als nur ein neues Gotteshaus: Kirche und Ortsgemeinde entwickeln gemeinsam ein neues Zentrum im Dorf, die „Neue Mitte Pottum“:

Alles begann Anfang 2014, als das Bistum Limburg verkündete: „Investitionen in die bestehende Kirche lohnen sich nicht mehr.“ Mit dem sogenannten „KIS“ Programm („Kirchliche Immobilien Strategie“) im Zuge der Neustrukturierungen der Pfarreien untersucht und bewertet das Bistum Limburg alle kirchlichen Immobilien, darunter auch das Gebäude der katholischen Kirche St. Bartholomäus in Pottum. Die Bewertungen ergaben: Die in den 1960er Jahren erbaute Kirche ist stark sanierungsbedürftig. Die Heizungsanlage ist veraltet und damit kostenintensiv. Zwischenzeitlich mussten sogar provisorische Stützen eingezogen werden, um das marode Dach zu halten. Außerdem ist das Kirchengebäude für die eher rückläufige Zahl der Kirchgänger überdimensioniert. Die Empfehlungen des Bistums lautete demnach: Abriss der alten Kirche und Neubau einer verkleinerten Version. Dafür wurden entsprechende Mittel reserviert.

In direkter Nachbarschaft der alten Kirche steht das in den 1990er Jahren erbaute Kirchengemeindezentrum. Schon damals bildeten Kirche und Ortsgemeinde eine Kooperationsgemeinschaft: Die Ortsgemeinde übernahm einen Teil der Baukosten und seitdem steht das Gebäude sowohl für geistliche als auch weltliche Veranstaltungen zur Verfügung. Leider kündigte sich auch hier ein Sanierungsbedarf an, denn das Gebäude erfüllt nicht die heutigen Standards für Barrierefreiheit. Zudem klagte man – im Gegensatz zur alten Kirche – seitens der Pottumer Bürgerinnen und Bürger oft über den zu geringen Platz im Kirchengemeindezentrum.

Genug Gründe also für Orts- und Kirchengemeinde, sich wieder an einen Tisch zu setzen und die Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Man war sich jedoch von Anfang an einig: Hier müssen alle Pottumer mitreden! Die Ortsgemeinde stellte daher einen Antrag zur Förderung einer Dorfmoderation mit der im Mai 2015 gestartet werden konnte. Rund ein dreiviertel Jahr wurde in vielen Arbeitskreissitzungen mit den Pottumern über die Zukunft des Dorfes diskutiert. Einer der Arbeitskreise widmete sich dabei ganz der Zukunft von Kirche und Gemeindezentrum. Schnell reifte die Idee der Schaffung eines gemeinschaftlichen Zentrums. Dabei war es allen Beteiligten besonders wichtig, dass ein Modellprojekt entsteht, das die wichtigsten öffentlichen Nutzungen der Ortsgemeinde mit denen der Kirchengemeinde räumlich verknüpft und so möglichst viele Synergien entstehen.

Aus den Ideen der Dorfmoderation entwickelte das Büro Stadt-Land-plus aus Boppard ein Konzept, das sowohl den Neubau einer Kirche vorsieht, als auch die Sanierung des bestehenden Kirchengemeindezentrums. Der Clou dabei: Die neue Kirche und der Saal des bestehenden Kirchengemeindezentrums können zusammengeschaltet werden. Konkret bedeutet dies: Bei größeren Gottesdiensten wie beispielsweise an Weihnachten, bietet die Kirche genügend Platz. Umgekehrt kann bei größeren Veranstaltungen der Gemeinde der Kirchensaal mitbenutzt werden, der Altarbereich wird dabei vom Rest des Saals durch eine Schiebewand getrennt.

Bei der Finanzierung des Projekts machen Ortsgemeinde und Kirche ebenfalls gemeinsame Sache: Das Kirchengemeindezentrum erhält einen neuen Anbau mit Lager und Küche. Die derzeitige Küche wird zum behindertengerechten WC umgebaut, außerdem wird die Heizungsanlage erneuert. Die Finanzierung der rund 300.000 Euro übernimmt dabei die Ortsgemeinde mit Unterstützung aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung. Der Neubau der Kirche mit Kosten von rund 800.000 Euro wird sowohl durch die Mittel des Bistums, Eigenmittel der Pfarrgemeinde Liebfrauen Westerburg als auch durch Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm finanziert. Außerdem wird die Ortsgemeinde das Grundstück der alten Kirche übernehmen, hierfür jedoch die Abrisskosten in Höhe von rund 100.000 Euro tragen. Auch dafür kann die Ortsgemeinde finanzielle Unterstützung aus der Dorferneuerung beantragen.

Das Projekt „Neue Mitte Pottum“ bedeutet für alle Beteiligten in vielerlei Hinsicht Neuland. So ist es nicht verwunderlich, dass zwei Jahre ins Land gingen, bis alle Fragen der Planung und Finanzierung geklärt werden konnten.

Ortsbürgermeister Klaus Weil ist froh, dass es nun bald losgeht: „So ein Projekt hat man nicht alle Tage, dafür braucht man schon ein schlagkräftiges Team“. Der erste Beigeordnete der Ortsgemeinde und Leiter des Projektes Dorferneuerung Pottum, Edelbert Schilling, betont die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter: „Hier ziehen alle an einem Strang. Alle Seiten haben immer sehr konstruktiv an dem Projekt gearbeitet und das Vorhaben vorangebracht. Von der Orts- und Kirchengemeinde angefangen über das Bistum Limburg, die Verbandsgemeinde Westerburg und die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises bis hin zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion haben alle das Potenzial des Projekts erkannt und es entsprechend unterstützt.“ Das bestätigt auch Pfarrer Ralf Hufsky: „Eine nachhaltige Dorfentwicklung kann nur geschehen, in dem man zusammenarbeitet und Synergien nutzt. Ein langer Weg liegt hinter uns, aber bis jetzt hat er sich gelohnt.“ Pfarrer Hufsky hofft, dass auch andere vom Beispiel Pottums profitieren können: „Die Frage nach dem Erhalt kirchlicher Immobilien stellt sich in vielen Pfarreien. Hier können Kirchen- und Ortsgemeinde nur profitieren, wenn Sie diese Frage gemeinsam erörtern und damit die beste Lösung für die Menschen im Dorf finden.“

Abgeschlossen ist das Projekt jedoch noch lange nicht – im Gegenteil, jetzt geht es erst richtig los: Die Bauanträge sind eingereicht, im Frühsommer 2018 soll der Spatenstich erfolgen. In etwa einem Jahr Bauzeit soll dann die neue Kirche stehen, sodass die alte Kirche abgerissen werden kann. Doch selbst dann sieht Beigeordneter Schilling noch keinen Grund, sich zurückzulehnen: „Bis zum Jahr 2022 sind wir Investitionsschwerpunkt der Dorferneuerung, bis dahin haben wir noch einige Pläne“ Das Areal der alten Kirche soll in einen attraktiven Dorfplatz umgestaltet werden und auch der Wiesensee steht auf der Agenda des ersten Beigeordneten. „Wir hoffen auf die zeitnahe Umsetzung der Seesanierung. Für die Verknüpfung des Wiesensees mit der Neuen Mitte gibt es viele Ideen aus der Dorfmoderation, die wir gerne umsetzen würden.“

 

2015-2018: Städtebaulicher Erneuerung in der Stadt Schweich (Ländliche Zentren)

Die Stadt Schweich wurde im Mai 2015 in das Städtebauförderprogramm „Ländliche Zentren“ aufgenommen. Dabei wurde ein Kooperationsverbund zusammen mit der Ortsgemeinde Föhren gebildet. Das Programmgebiet „Alt-Schweich“ ist mit seinem ursprünglichen Baucharakter mit den vielen alten ehemaligen Bauern- und Winzerhöfen das älteste Stadtquartier und somit die Keimzelle der Stadt Schweich. Die langfristige Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge und der zentralörtlichen Funktion der Stadt als Grundzentrum unter Einbindung und Berücksichti­gung der Nachbarkommunen steht dabei im Fokus zukünftiger Entwicklungen. Es gilt die Stadt Schweich hinsichtlich ihres Images, ihrer Funktion und Gestaltung langfristig zu sichern und zu entwickeln.

Das Projekt steht nach der Erarbeitung einer abgestimmten Entwicklungsstrategie für Stadt und Umland sowie mit der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kurz vor dem Abschluss (Stand Februar 2018).




 2015-2018: Städtebaulicher Erneuerung in der Ortsgemeinde Föhren (Ländliche Zentren)

Die Ortsgemeinde Föhren wurde im Mai 2015 in das Städtebauförderprogramm „Ländliche Zentren“ aufgenommen. Dabei wurde ein Kooperationsverbund zusammen mit der Stadt Schweich gebildet. Das Programmgebiet „Ortszentrum Föhren“ wird geprägt durch die Hauptstraße mit den anliegenden Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben, den Föhrenbach, den Klosterbeich sowie die an die Hauptstraße angrenzenden Wohnbereiche. Der Fokus der zukünftigen städtebaulichen Erneuerung liegt in der Stärkung für eine attraktive innerörtliche Einzelhandelsachse, kultureller und sozialer Angebote, des Wohnens im alten Ortskern sowie der verkehrlichen Neuordnung bestimmter Bereiche. Wesentliches Ziel ist es, das „Ortszentrum Föhren“ langfristig zu stärken und das äußere Erscheinungsbild insgesamt zu verbessern und aufzuwerten.
Das Projekt steht nach der Erarbeitung einer abgestimmten Entwicklungsstrategie für Ortsgemeinde und Umland sowie mit der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kurz vor dem Abschluss (Stand Februar 2018).



2017-2018: Dorfmoderation in Stahlhofen, Verbandsgemeinde Montabaur

In der Ortsgemeinde Stahlhofen wird seit Frühjahr 2017 eine Dorfmoderation durchgeführt. Bei der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung am 23.5.2017 mit ca. 100 Bürgerinnen und Bürgern wurden Arbeitskreise zu den Themen „Bauen und Verkehr“, „Miteinander“ sowie „Kinder und Jugend“ gebildet.

Im baulichen Arbeitskreis werden mehrere bauliche Projekte zur Anpassung der Infrastruktur als auch die Gestaltung von Grünflächen diskutiert. Neben einer baulichen Erweiterung des Kindergartens und des Dorfgemeinschaftshauses, plant die Ortsgemeinde die Anlage eines Mehrgenerationenplatzes und eines Kleinspielfeldes. Außerdem soll unterem dem Motto „Stahlhofen – genießen mit allen Sinnen“ ein Naschgarten gestaltet werden.

Im sozialen Arbeitskreis werden Projekte zur Stärkung der Dorfgemeinschaft diskutiert und teilweise bereits realisiert. Die Ideen der Arbeitskreisteilnehmer sind sehr vielfältig und reichen von „Plätzchen backen mit den Kindern“, „Wohnzimmer-/Scheunenkonzerte“, einen „Adventskalender im Dorf“, eine „Kinderfastnacht“ bis hin zu einem Spieleabend.


11.2017: Stadt Winningen: Ausbau der Friedrich-, Wilhelm-, Schuld- und Kirchstraße

Im Verlauf der Jahre 2017/2018 werden mehrere Straßen erneuert. Mit dem neuen, haltbaren Straßenbelag aus Betonsteinplatten wird die Innenstadt von Winningen gezielt in Szene gesetzt.

 

 

 


30.09.2017: Ortsgemeinde Freimersheim: Auftakt der Dorfmoderation

In einer gut besuchten Auftaktveranstaltung am 30.09. und dem Dorfrundgang am 11.10. wurden die wichtigsten Handlungsansätze in und für Freimershein angesprochen und so der Grundstein für die beginnende Dorfmoderation gelegt. Die drängendsten Themen reichen von den engen Straßen und den hohen Geschwindigkeiten über die Gestaltung von Plätzen, den Ausbau von Radwegen oder den Spielplatz bis hin zum Miteinander im Dorf. Die weitere Ausarbeitung der Themen zu Vorhaben und Projekten erfolgt in den beiden Arbeitskreisen „Ortsbild & Verkehr“ und „Soziales“. 

 


25.04.2017: Ortsgemeinde Brey: Eröffnung des Platzbereichs rund um den Rheinblick

Direkt neben dem Campingplatz mit einem reizvollen Blick auf die gegenüberliegende Marksburg wurde 2014 in der Ortsgemeinde Brey einer der im Mittelrheintal bekannten „Rheinblicke“ installiert. Damit wurde die Ortsgemeinde um eine Attraktion reicher, allerdings verfügte das direkte Umfeld über weiteren Aufwertungsbedarf.
Stadt-Land-plus übernahm die Gestaltung der umgebenden Fläche, welche am 25.04.2017 feierlich eröffnet wurde. Der Platzbereich rund um den Rheinblick ist nun ein Ort mit besonderer Aufenthaltsqualität der zum Verweilen, genießen und erleben direkt am Rhein einlädt. Eine Boulebahn, naturnahe Spielgeräte mit Schaukel und Niedrigseilgarten, Sitzgelegenheiten und eine Picknickwiese machen den Platz für Touristen und Einheimische aller Generationen gleichermaßen attraktiv.

 


2016-2017: Dordmoderation in Buhlenberg, Verbandsgemeinde Birkenfeld

Im September 2016 wurde mit einer Auftaktveranstaltung in die Dorfmoderation Buhlenberg eingeführt. Bei einem anschließenden Dorfrundgang im Herbst wurden mit einigen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die kritischen Standorte der Dorfentwicklung besucht und erste Ideen zur möglichen Entwicklung diskutiert. Die Ergebnisse der Dorfmoderation Buhlenberg wurden im Rahmen eines Weiherfestes im Sommer 2017 präsentiert. Wesentliche Projekte waren die Neugestaltung des Umfeldes vom Gemeindehaus sowie die Neugestaltung der Weiheranlage.


2016-2017: Dorfmoderation im Stadtteil Giershofen, Stadt Dierdorf

Im Stadtteil Giershofen wurde von September 2016 bis September 2017 eine Dorfmoderation durchgeführt. Bei der gut besuchten Auftaktveranstaltung im Herbst 2016 mit rund 80 Bürgerinnen und Bürgern wurden Arbeitskreise zu den Themen Baustruktur und Ortsbild, Verkehr und Tourismus, Soziales und Miteinander sowie Kinder und Jugend festgelegt.

Im Laufe der Dorfmoderation wurden die Projekte vertiefend diskutiert, die ersten Gestaltungsideen in Vorentwurfsskizzen festgehalten und einige Projekte bereits realisiert. Für die Sanierung des Spritzenhauses als multifunktionale Schutzhütte wurde ein Zuschussantrag gestellt. Die Arbeitskreisteilnehmer des AK Verkehr und Tourismus haben den Schöwer Rundwanderweg in Eigenleistung beschildert. Die Errichtung von Begrüßungsschildern an den Ortseingängen sowie die Neugestaltung einer innerörtlichen Grünfläche tragen zur Identifikation der Bewohner mit Giershofen bei.


2016: Dorferneuerung in Mengerschied

Im September 2016 wurden im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Gemeindehaus die wesentlichen Stärken und Schwächen der Ortsgemeinde festgehalten. Nach einem Dorfrundgang mit zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern haben sich die Arbeitskreise

  • Baustruktur und Verkehr,
  • Freiraum, Tourismus und Treffpunkte,
  • Dorfgemeinschaft, Soziales und Miteinander sowie
  • Kinder und Jugend

mehrmals getroffen.

Ein wichtiges Projekt war die Gestaltung der neuen Ortsmitte mit einem Dorf- und Kirchvorplatz als zentrales Element. In einer Planungswerkstatt wurden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erste Ideen für die Gestaltung, die Funktion und die Möblierung des neuen Platzes entworfen, präsentiert und diskutiert.